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Erster Fahrtest im Mercedes-AMG GLE 53 4MATIC+ Coupé

#MechCrunch

Mit dem Mercedes-AMG GLE 53 4MATIC+ Coupé stellt Mercedes-Benz ein Fahrzeug auf Affalterbach auf die Räder, der nicht in der Kombination eines Reihensechszylinders mit Mildhybrid das Turboloch überwindet. Gegenüber dem GLE SUV ist das Fahrzeug sogar noch um sechs Zentimeter beim Radstand verkürzt, um das Leergewicht von 2.325 Kilogramm um die Ecke zu bekommen. Wir haben uns das neue Geschoss aus Affalterbach im ersten Fahrtest angesehen, der ab 92.962,80 Euro ab April 2020 beim Händler stehen wird.

Mit dem GLE 53 4MATIC+ Coupé kombiniert man den Sechszylinder Benziner OM656 mit 320 kW / 435 PS und 520 Nm mittels “EQ Boost Startergenerator”, dessen Elektromotor kurzzeitig 16 kW / 22 PS sowie 250 Nm Drehmoment bereitstellt und so den Benzinmotor gekonnt unter die Arme greift. Dabei nutzt man den Startergenerator parallel zur Rekuperation und versorgt parallel das 48 Volt Bordnetz mit notwendigem Strom. Parallel sorgen zwei elektrische Verdichter sowie eine Wankstabilisierung mit elektromechanischen Aktuatoren zusätzlich dafür, das SUV-Coupé mehr als sportlich zu bewegen.

Optisch kommt die neue Generation des GLE Coupés nicht mehr so kantig und globig, als die erste Generation. Hier helfen eine flachere Windschutzscheibe, weniger Chrom und schmalere Rücklichter u.a. für einen angenehmeren Auftritt. Aber natürlich: das SUV Coupé wird weiterhin polarisieren – die einen lieben das Modell, die anderen nicht – dazwischen gibt es wohl nichts.

Gegenüber der Vorgängervariante zeigt sich das GLE Coupé nun mit deutlich mehr Platzangebot im Interieur, sowohl für die vorderen, wie auch für die hinteren Passagiere. Aufgrund der früheren hohen Ladekante bietet die neue Generation nun zusätzlich eine rund sechs Zentimeter niedrigere – und somit besser zugängliche – Ladekante des Kofferraums. Beim Laderaum bietet das Coupé dabei ein Volumen von 655 Litern (offenes Gepäckraumvolumen hinter Vordersitz), maximal liegt das Gepäckraumvolumen bis hinter die Vordersitze bei 1.790 Litern. Die Beladung des Fahrzeuges erfolgt aber problemlos, wenn auch das abfallende Heck Einschränkungen bringt.

Im Interieur zeigt sich das identische Cockpit, wie im GLE SUV Modell, d.h. mit den 12,3 Zoll Displays mit MBUX, Touchscreen sowie AMG-üblichen Performance Lenkrad mit Schaltwippen als Aluminium. Überraschungen gibt es hier keine. Über das Multimediasystem lassen sich gewohnt die AMG-Funktionen mit Streckendaten und Performance-Telemetrie anzeigen. In der Summe sind die Bedienelemente aber vertraut und durchaus intuitiv nutzbar.

Beim GLE 53 4MATIC+ Coupé wird durch den Integrierten Startergenerator (ISG) beim Segeln der Motor komplett abgeschaltet, wobei Segeln auch in Verbindung mit dem Aktivem Abstands-Assistent DISTRONIC möglich bleibt.

Fahrtest im GLE 53 4MATIC+ Coupé

Im Fahrtest lässt sich das GLE 53 4MATIC+ Coupé gekonnt fahren, zumal die Kombination der zwei Antriebsvarianten regelrecht verschmelzen und für den Fahrer wenig spürbar bleibt, – zumindest, was stört. Dabei schiebt das GLE 53 Coupé gekonnt nach vorne und sorgt schon bei niedrigen Drehzahlen mit entsprechendem Schub auf allen vier angetriebenen Rädern. Dabei zeigt sich der Unterschied von insgesamt sieben  Fahrprogrammen, die auch noch die Regeln für ESP und des Allradantriebs anpassen. Im Fahrprogramm “Sport” sowie “Sport+” fährt das Fahrzeug zusätzliche zehn Millimeter näher an die Straße, was ab 120 km/h auch im “Comfort”-Programm erfolgt.

Antrieb

Beim Herausbeschleunigen aus Kurven zeigt die Wirkung der elektrischen Verdichter sowie des Elektromotors, die für so gut wie keine Antriebsschwäche sorgen. Dabei sorgt der 4MATIC+ Allradantrieb auch in engeren Kurven für so viel Traktion, dass sich das Fahrzeug regelrecht als Kurvenräuber zeigt. Hier zeigt sich auch schnell die Drehfreude des Sechszylinder-Triebwerks. Bei höherer Leistungsabfrage sorgt der integrierte Startergenerator (ISG) zusätzlich für Schub mittels Boost-Funktion.

Akustisch bleibt das GLE 53 4MATIC+ Coupé dabei durchaus auffällig, aber für uns durchaus ein wenig ungewohnt zurückhaltend. Dabei klingt der Sound am Heck des Fahrzeugs durchaus überzeugend stimmig, doch waren wir von durchaus lauteren Abgasgeräuschen ausgegangen. Im “Sport+”-Modus bollert das Fahrzeug zwar noch, aber gefühlt nicht mehr so gewohnt lautstark, wie wir es erwartet hatten. Hörbar bleibt der 53er jedoch weiterhin, auch wenn man die gesetzlichen Grenzen einhält.

Im Fahrtest bei über 2.000 Meter im Bereich rund um Hochgurgl in Österreich zeigte sich dazu auch kaum eine Antrittsschwäche. Mit Hilfe der Hybrid-Technik schiebt sich das Coupé innerhalb von 5,3 Sekunden auf die 100 km/h-Marke und soll nur 9,3 Liter auf 100 km verbrauchen – was in dieser Kombination wohl so nicht funktionieren wird. Im Fahrtest lag unser Verbrauch, der jedoch definitiv nicht repräsentativ ist, bei über 13 Litern – und da wird sich wohl auch grob der Alltagsverbrauch einpendeln. Mit Blick auf eine verbrauchsoptimierter Fahrt sind hier sicherlich auch 11 Liter – Super Plus – möglich.

Das Handling des Fahrzeuges mit stattlichem Leergewicht von 2.325 Kilogramm zeigt sich dabei bestens. Die direktere Lenkung – zumindest im Vergleich zum GLE Coupé (mit 16:1 statt 18,5:1) tut sein Übriges hinzu. Dabei fährt das Modell erstaunlich leichtfüßig und handlich, was vor allen auf den kurvigen Bergstraßen Vergnügen bereitet.

Federungskomfort

Im GLE 53 4MATIC+ Coupé kommt zur verbauten Luftfederung (mit AMG-Abstimmung) eine elektromechanische Wankstabilisisierung hinzu, die dank der verbauten Stabilisatoren schnell an die Fahrsituation angepasst werden können, was sich vor allen in den engen Kurven und mit unterschiedlichen Straßenverhältnissen als Vorteil erweist. Der Federungskomfort zeigt sich angenehm, auch wenn so manche Querfugen oder Kanaldeckel die Abstimmung leicht durcheinanderbringen könnte. In den Kurven zeigt sich das Modell parallel leicht kopflastig.

In der Summe lässt sich das Fahrzeug aber durchaus komfortabel bewegen, auch wenn das straffere AMG-Setup gegenüber dem Serienmodell – auch aufgrund größerer Felgen mit weniger Abrollkomfort –  Komforteinbußen mit sich bringt. Dabei sind die AMG-Varianten übrigens mit 20 mm abgesenkten unteren Querlenkern ohne Elastomere ausgestattet, um eine bessere Anbindung an den Rohbau zu gewährleisten.

Das verbaute Neungang-Automatikgetriebe mit AMG-Abstimmung reagiert im manuellen Modus schnell auf jeweilige Schaltanweisungen.

Sitze

Bei den Sitzen setzt man beim 53er Coupé in Serie auf Sportsitzen mit DINAMICA Mikrofaser sowie Kunstleder außen, die man im Serienmodell auch bei der Mitbestellung des AMG Interieur Pakets erhält.  Das Sitzgefühl sowie der Seitenhalt der Sitze sind ansprechend gut, wie auch der Sitzkomfort selbst. Dabei bleibt der Sitz passend dimensioniert und ist vielfach einstellbar und ergonomisch optimal zum Lenkrad integriert.

Mit Blick auf die Beinfreiheit im Fond zeigt sich das Coupé geringer als beim SUV-Modell, aber im Vergleich zum Vorgänger gewachsen. Große Mitfahrer haben im Fond weiterhin noch gut Platz, auch wenn die Sitzfläche hinten ein wenig abfällt, damit die Kopffreiheit weiterhin passt. Inwieweit diese Sitzneigung auch auf längeren Fahrten von Vorteil ist, bleibt fraglich.

Fazit:

Mit dem GLE 53 4MATIC+ Coupé hat man in Affalterbach nun ein Fahrzeugmodell im Angebot, welches wohl nicht jedem optisch gefällt – aber gegenüber dem Vorgänger vermutlich mehr Leuten gefälliger aussieht. Dabei zeigt sich das Fahrzeug kraftvoller und athletischer, als davor – mit passendem Ambiente im Interieur sowie sehr gutem Reisekomfort, der vor allen Kunden des BMW X6 und Audi Q8 – aber auch des Porsche Cayenne Coupé oder Maserati Levante –  ansprechen soll.

Das neu aufgelegte Full Size Sport Utility Coupé zeigte sich bei uns sehr agil, wobei das neue AMG-Modell fahrdynamisch ein Modell ist, das es zu einem richtig guten und angenehmen Begleiter im Alltag macht. Wo der Vorgänger mit höheren Geschwindigkeiten eher leicht unangenehm zu fahren war, wurde das GLE Coupé hier in die richtige Richtung nachgeschärft. Interessant sind aber auch die neuen Fahrzeugtechnologien und die neuen Assistenzsysteme.

Im Fahrtest hatte man nicht mehr das Gefühl, ein wuchtiges Fahrzeug zu fahren, dafür aber ein Modell mit durchaus ausreichender (!) kraftvoller Motorisierung in jeder Lage. Hier kann man gespannt sein, wie das 63er Topmodell der Baureihe hier noch die Messlatte höher legen kann.

Was uns aufgefallen ist:

Positiv:

  • Durchgängige Leistungsentfaltung ohne Turboloch
  • Gute Straßenperformance
  • Besserer Zugang zum Kofferraum gegenüber dem Vorgänger
  • Geschichte Drehmomentsverteilung durch den elektronisch geregelten 4MATIC+ Allradantrieb
  • 3,5 Tonnen Zugkraft bei Anhängebetrieb
  • Sportlicher Sound, aber noch dezent

Negativ:

  • Strammere Federung
  • Abfallende Sitzposition im Fond
  • Kein eActive Body Control Fahrwerk für das AMG-Modell

Wichtigste technische Daten:

Mercedes-AMG GLE 53 4MATIC+ Coupé, 2.999 cm³ Hubraum, Euro 6d-TEMP

4.961 mm Länge, Breite inkl. Spiegel: 2.156 mm, Höhe (fahrfertig) : 1.720 mm

Spurweite vorne/hinten: 1.681 mm, 1.720 mm, Wendekreis Wand-zu-Wand 12,30 m

  • CO2-Emissionen kombiniert: 212 g/km, 9.3 l/100 km (Super Plus Benzin)
  • 320 / 435 PS bi 6.100 u/min, bzw. 520 Nm bei 1.800 – 5.800 u/min
  • M 256 Motorisierung (E 30 DEH LA G AMG), 83 mm Bohrung, 92,4 mm Hub
  • Serienbereifung 275/50ZR20 113 Y XL rundum
  • Tankinhalt 85 Liter, davon 9 Liter Reserve
  • Leergewicht 2.325 kg, 725 kg Zuladung, zul. GG: 3.050 kg
  • Anhängelast ungebremst/gebremst (bei 12%) 750 / 3.500 kg
  • Stützlast: 140 kg, maximale Dachlast 75 kg
  • Abgasnachbehandlung: 3-Wege Kat + Otto-Partikel-Filter (OPF)
  • Außengeräusch: 86,7 dbA im Stand, 71 dbA bei Fahrt
  • Maximale Watttiefe 500 mm, max. Böschungswinkel 18/19.8 Grad vorne/hinten
  • Schaltung: AMG Speedshift TCT 9G (W9T 700 Planetengetriebe, Elektro-hydraulisch)
  • cw-Wert 0,34, Stirnfläche 2,90 m², Luftwiderstandsfläche 0,98 m²

Bilder: MBpassion.de / Daimler AG

 

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